Aikido

Osensei

Aikido ist eine aus Japan stammende Kampfkunst, die von ca.1902 bis 1969 von Morihei Ueshiba (1883-1969) entwickelt wurde.

Von außen betrachtet ist Aikido eine Kampfkunst, die der Selbstverteidigung dient. Hierbei wird die aggressive Kraft des Angreifers so umgelenkt, dass sie für den Verteidiger nutzbar wird. Dieser kann dann aus dem so umgelenkten Angriff eine Wurf- oder Hebeltechnik ansetzen um die Auseinandersetzung zu beenden. Ergänzt wird diese Kampfkunst durch den Umgang mit dem Schwert und dem Stock.

 

 

Allerdings konnten wir ja in dem ersten Absatz lesen, dass Aikido in einem Zeitraum von ca. 60 Jahren entwickelt wurde…also, so einfach wie im zweiten Absatz kann es dann ja doch nicht sein, oder?

Nein, sooo einfach ist es auch nicht…

Wenn der Übende seinen „Aikido-Weg“ beginnt, dann erkennt er erst einmal nur die äußere Form des Aikido – also die Techniken. Später wird er erkennen, dass er die Aikidoprinzipien sogar auf seinen Alltag übertragen kann – praktisch als Lebensphilosophie.

Einige dieser Prinzipien und Tugenden sind: Friedfertigkeit, Höflichkeit, Umsichtigkeit, Treue, Geradlinigkeit, geistig stark zu sein, u.s.w.  Aikido ist also nicht nur Selbstverteidigung. Mit Aikido habe ich die Möglichkeit meinen Charakter zu formen und zu stärken…. und das ist das einzig wirklich schwierige an dieser Kampfkunst. Ich muss mein Ego überwinden.

 

Übende, die Aikido länger betreiben, stellen fest, dass sie nie an einem Ziel ankommen können… UND es auch nicht brauchen!

Wer lange genug Aikido trainiert, bekommt mit der Zeit eine gesunde selbstkritische Beobachtungsgabe. Mit dieser findet er immer wieder Dinge, die er an sich verbessern und verändern möchte. Aikido ist also ein niemals endender Weg…

 

 

 

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